Gauntlet Fighter Relase X-Wing

Bildquelle: ©Atomic Mass games

Dass die Mandalorianer coole Schiffe haben, dürfte hinlänglich bekannt sein. Wirklich erfreulich ist aber, dass diese nun auch vermehrt in Star Wars X-Wing Einzug halten. Die Razor Crest hatten wir vor einiger Zeit schon vorgestellt. Nun schauen wir auf ein weiteres Prachtstück aus dem Hause Mandalore, das von vielen Fans schon sehnlichst erwartet wird: den Gaunlet Fighter.

Inhaltsverzeichnis

Auf die Größe kommt es eben doch an

Vieles ist über den Gaunlet Fighter bisher noch nicht bekannt. Atomic Mass Games versorgt uns zwar regelmäßig mit Updates zu den kommenden Releases und Regeländerungen, bisher haben allerdings das Card-Pack „Pride of Madalore“ und die eingangs bereits erwähnte Razor Crest das Hauptaugenmerk erhalten.

Was wir aber wissen, ist, dass der Gauntlet ein großes Schiff sein werden wird. Ein sehr großes. Ein richtig großes. Deshalb hatte ich Sorge, dass es dieses Weltraumvehikel gar nicht erst ins Spiel schaffen würde. Denn im Falle des Gauntlet Fighters ist es so, dass es das Schiff aufgrund seiner Abmaße nur schwer im Spiel unterzubringen ist.

Gauntlet Fighter in X-Wing Größe
Der Gauntlet Fighter bewegt sich irgendwo zwischen Ghost und den „kleinen“ riesigen Schiffen.

Der Screenshot soll das einmal verdeutlichen: Der Gauntlet bewegt sich irgendwo zwischen der Ghost und den riesigen Schiffen. Für eine Miniatur des Schiffes bedeutet dies, dass diese schwierig umzusetzen ist. Normale Standardmodelle in Star Wars X-Wing besitzen einen Maßstab von 1:270. Das wurde für die riesigen Schiffe aber nicht beibehalten. Sie besitzen ein eigenes Scaleing, da sie ansonsten zu groß für das Spiel wären. Jetzt war die Frage, ob denn die Gauntlet auch zu den riesigen Schiffen zählen würde. Dann würde sie für die normalen Modi Extended und Hyperspace nicht spielbar sein – was schade wäre.

Offenbar wusste das auch Atomic Mass Games und veröffentlicht den Gauntlet Fighter für Star Wars X-Wing tatsächlich als normales Schiff mit großer Base. Somit löst das Schiff die Ghost als das bisher größte spielbare Modell für Standardmodi ab.

Wann erscheint der Gauntlet Figher?

Release in den USA ist der 31. März 2022. Ob der Gauntlet Fighter dann auch hierzulande in Star Wars X-Wing verfügbar sein wird, kann aber zum jetzigen Zeitpunkt niemand sagen.

Was kostet der Gauntlet Fighter?

Auf der Seite von Asmodee USA wird er Preis mit $59,99 angegeben und liegt damit gleich auf mit der Ghost. Umgerechnet sind das etwa 53 Euro.

Alle Infos zum Release der Razor Crest und dem Pride of Mandalore Expansion-Pack stellen wir dir in diesem Beitrag vor.

Ein Schiff für alle Fälle

Viele Pilot:innen und Updgrades wurden bisher noch nicht für den Gauntlet Fighter veröffentlicht. Was wir aber wissen, ist, dass er für sehr viele Fraktionen spielbar sein wird. Das ergibt sich auch ein Stück weit aus der Historie des Schiffes: Maul (Scum) hatte ihn, Bo Katan Kryze (Republik/Separatisten) hatte ihn, Ezra Bridger (Rebellen-Allianz) hatte ihn ebenfalls. Daneben verfügten auch die Mandalorianer unter Gar Saxon über den Gauntlet Fighter, diese dienten dem Imperium. Wahrscheinlich wird jede Fraktion den Gauntlet Figther in X-Wing spielen können – mit Außnahme der neuen Triologien.

Das bedeutet, dass die Galaktische Republik ENDLICH ein Schiff mit großer Base in die Schlacht führen darf. Das wurde aber auch Zeit.

Über die Pilot:innen wissen wir derzeit noch nicht alles. Bisher wurden Maul und ein gewisser Captain Hark veröffentlicht, dazu mit Rook Kast und einer namenlosen Pilot:in zwei weitere der Scum-Fraktion. Captain Hark diente Gar Saxon und fliegt dementsprechend unter dem Banner des Imperiums. Zu Maul muss vermutlich nicht so viel gesagt werden. Der Name Rook Kast sagt mir persönlich nichts, wenn ich ehrlich bin. Ich vermute, es handelt sich hierbei auch um einen Anhänger von Mauls Schatten-Kollektiv.

©Atomic Mass Games

Um Captain Harks Effekt zu verstehen, benötigen wir einen Einblick in das Wing-Upgrade, das es für den Gauntlet Fighter in Star Wars X-Wing geben wird. Dazu mehr im folgenden Abschnitt.

Maul besitzt wie auch zu seiner Zeit als Darth Maul für die Separatisten Initiative 5 und 3 Machtpunkte. Mauls Effekt interagiert mit der roten Koordinieren-Aktion des Gauntlet Fighters. Für einen Macht-Token kannst du ein Schiff, dessen Ini niedriger ist als deine eigene, koodinieren und diese Aktion behandeln als wäre sie weiß. Darüber hinaus darfst du ein weiteres Schiff koordinieren, sofern beide Schiffe, der Gauntlet plus das zweite auf diese Weise koordinierte Schiff, einen Anstrengungsmarker in Kauf nehmen.

Ich muss gestehen, ich kann den Effekt nur schwer einschätzen. Bisher spielt koordnieren für Scum eher eine untergeordnete Rolle. Maul könnte das natürlich ändern. Allerdings stellt sich dabei die Frage, wie viele Punkte der Pilot wohl kosten wird und wie viele zusätzliche Schiffe mitgeführt werden können. Der Effekt nützt in Listen mit zwei Schiffen natürlich herzlich wenig. Eher könnte er zum Tragen kommen, wenn neben der Gauntlet nur noch kleine Schiffe bzw. namenlose Pilot:innen gespielt werden. Vielleicht spielt man Maul aber auch in Kombination mit Bosk und Assnage Ventress, wer weiß, was die Punkte hier erlauben.

Sehr gut gefällt mir dagegen Rook Kast. Da darfst einen Anstrengungsmarker erhalten, sobald das Schiff in der Engagement-Phase aktiviert wird. Während du angestrengt bist, darfst du ein Augen- oder ein Leersymbol deines Basisangriffs in einen Treffer ändern. Effekte, die Blanks verändern, sind immer gut. Hier handelt es sich um eine Art All-in. Mit Anstrengung verteigt es sich weniger gut, da du beim nächsten Angriff einen grünen Würfel weniger wirfst. Dafür wird dein nächster Angriff wahrscheinlich umso härter. Mit sehr guten Stats, insgesamt 11 Strukturpunkten und sogar einem Heckgeschütz für 2 Attack, hat der Gauntlet Figther sehr gute Werte, die auch den einen oder anderen Treffer verzeihen. Was das anbelangt, ist das Schiff mit der Firespray vergleichbar – und die ist ja bekanntlich sehr populär!

Movement (fast) wie beim U-Wing

Swivel WingDer Gauntlet Fighter in X-Wing kommt mit einem eigenen Wing-Upgrade daher, das sehr an den U-Wing der Rebellen erinnert. Zunächst einmal kann das Schiff wie die meisten Transporter in X-Wing eine 0er Bewegung vollführen und stehenbleiben. Darüber hinaus ermöglichen es die Flügel des Schiffes, nach einer solchen Aktion noch eine Drehung um 90° oder 180° zu vollziehen. Den U-Wing habe ich als Rebellen-Spieler sehr viel genutzt und weiß, dass diese Fähigkeit eine wirklich gute ist! Man kann die Drehung nutzen, um sich im Rücken des Feindes zu positionen. Dass die sog. Swivel-Wings des Gauntlets dies ebenfalls ermöglichen, finde ich großartig!

Es gibt im Vergleich zum U-Wing aber einen Unterschied: Das Rebellen-Schiff kann seine Flügel ändern, nachdem es die Drehung vollzogen hat. Der Gauntlet Fighter muss diese Änderung vollziehen. Die Rückseite der Swivel-Wings liest sich dann leider nicht mehr ganz so gut, da man mit einem Würfel weniger verteidigt, bis man erneut stehenbleibt.

Captains Harks Effekt synergiert mit dem Wing-Upgrade. Anstatt des Stehenbleibens auf derselben Position, muss der Pilot einen Sidestep vollführen. Das ist eine bisher einzigartige Bewegung, die nur die Gunships der Separatisten besaßen. Der Sidestep wird wie eine Fassrolle vollzogen – nur nicht mit der geraden 1er-Schablone, sondern mit der leichten 1er Kurve (auch als 1er Bank bezeichnet). Dieses Manöver ermöglicht ein sehr spezielles Positioning, was aber allein schon wegen der großen Base einiges an Übung erfordern dürfte. Für mich persönlich lesen sich die Scum-Pilot:innen besser als Captain Hark, aber vielleicht werde ich ja eines Besseren belehrt!

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