5 Gründe, mit Star wars X Wing zu starten

Mein Mitbewohner hat lange, laaange versucht, mich in das Tabletop-Universum einzuführen, erfolglos. Irgendwann kam er dann mit Star Wars X-Wing um die Ecke und nach unserem ersten gemeinsamen Einfühungsspiel war ich infiziert mit dem Tabletop-Virus! Für mich ist das Spiel das ideale Game für all diejenigen, die selbst den ersten Schritt in den Tabletop-Kosmos wagen wollen – und natürlich für Star Wars-Fans! In diesem Beiträg liefere ich dir 5 Gründe, warum das so ist.

Inhaltsverzeichnis

#1 Prepainted Modelle

Luke Skywalkers T-65 X-Wing
Nicht nur Luke Skywalkers Rot Fünf kann sich sehen lassen.

Eine einzige Google-Suche oder ein Besuch der unzähligen Tabletop-Fanforen dieser Welt beweisen, es gibt eine ganze Menge Talent da draußen! Was manche Leute mit ein bisschen Farbe, einem Pinsel und einer gehörigen Portion an Zeit aus dem tristen Grau diverser Tabletop-Glister herausholen können, ist bemerkenswert und hat an dieser Stelle die allergößte Anerkennung verdient!

Leider bin ich nicht mit einem solchen Basteltalent gesegnet und selbst wenn dem so wäre, könnte ich niemals die Zeit aufbringen, jedes Modell einer mittelgroßen Tabletop-Armee vernünftig aussehen zu lassen. Bei Star wars X-Wing muss ich das zum Glück auch nicht, denn die Modelle sind bereits ab Werk zusammengebaut und vorbemalt – und das auch noch extrem hochwertig! Das spart mir einiges an Zeit und Nerven und gibt mir die Möglichkeit, mich auf das Spiel an sich zu fokussieren, ohne dabei Abstriche in Sachen Optik machen zu müssen. Wenn es dir geht wie mir und dich Zeit und Aufwand bisher abgeschreckt haben, mit Tabletop anzufangen, ist Star Wars X-Wing das ideale Spiel für dich!

#2 Einfache Regeln

Ich will keine Namen nennen, da ich keine anderen Systeme verunglimpfen will, aber bei gewissen Tabletops braucht es für den Einstieg ein mehrere hundert Seiten starkes Hardcover Regelwerk – und zusätzlich für jede Armee noch ein nicht minder starkes Armeebuch. Freilich benötigt man einiges an Zeit, bis man sich in diese Schinken eingearbeitet hat. Ich kann verstehen, dass die Komplexität auf viele Spieler:innen auch einen gewissen Reiz ausübt. Trotzdem macht diese die Spiele nicht unbedingt zugänglich und kann abschreckend wirken.

Star Wars X-Wing wurde genau für Einsteiger:innen konzipiert und kommt mit einem 22-Seiten starken Referenzhandbuch aus. Zwar wirst du während deiner Spiele feststellen, dass es daneben trotzdem manchmal etwas Recherche braucht, um Unstimmigkeiten bei bestimmten Effekten auszuräumen, aber genau dafür gibt es ja Portale wie dieses hier. 😉 Aufgrund seiner Einfachheit wird Star Wars X-Wing – für meine Begriffe zu unrecht – gerne als „Tabletop-Light“ betitelt. Vielmehr steht für mich das Motto: „Easy to learn, hard to master“ im Vordergrund. Dieses Konzept hat schon viele Spielerinnen und Spieler überzeugt und dürfte auch beim Start mit X-Wing für Gefallen sorgen.

#3 Geringe Kosten

Ich gebe zu, bei diesem Punkt werden mir sicher nicht alle Leser:innen zustimmen. Denn Fakt ist, Tabletop ist beileibe kein preiswertes Hobby. Ich kenne Leute, bei denen steht schon mal der eine oder andere Monatslohn in der Vitrine.

Fakt ist aber auch, Star Wars X-Wing benötigt weniger Modelle als viele andere Spiele. Das 200-Punkte-Limit der klassischen Spielmodi lässt es schlichtweg nicht zu, dass man seine Armee mit einem Dutzend Schiffen zupflastert. Wer nicht unbedingt auf eine Schwarm-Liste setzen will, der kommt in den allermeisten Fällen mit zwei bis fünf Modellen aus. Armeen dieser Größe sind mitunter für unter 100 EUR zu bekommen. Der Fairness halber sei aber gesagt, dass Hausregeln mit größeren Limits oder Szenarien wie „Epische Schlachten“ nochmal eine andere Kategorie sein können. 

Tipp

Der beliebte Spielmodus "Aces High" ermöglicht sogar ein Free-for-All mit nur einem Schiff und damit einen sehr leichten und vor allem günstigen Einstieg in das Spiel.

#4 Abwechslung und gelungenes Gamedesign

Meiner Erfahrung nach ist X-Wing ein Tabletop mit vergleichsweise guter Spielbalance – hier hat der Wechsel auf die zweite Edition definitiv einen Fortschritt gebracht. Mit über 380 Pilot:innen, die die Cockpits von insgesamt 83 Schiffen (Stand November 2021) besetzen, ist bei den Dog-Fights in Star Wars-Manier viel Abwechslung geboten. Natürlich sind nicht alle Pilot:innen und Schiffe gleichstark und einige Modelle sieht man in den Raumschlachten sehr oft, andere so gut wie nie. Mit dem Für und Wieder von Meta-Games hat aber jedes kompetetive Spiel zu kämpfen. Eine starke Liste allein wird sehr wahrscheinlich kein Spiel gewinnen, das Geschick der Spielerinnen und Spieler entscheidet letztlich darüber – und natürlich das persönliche Würfelglück.

Sehr gut finde ich die Entscheidung, Punkte-Listen und Ausrüstungs-Slots nicht in Form von Codices festzuhalten. Das würde dazu führen, dass Balance-Entscheidungen „in Stein gemeißelt“ sind, bis der nächste Codex veröffentlicht wird. Stattdessen werden Punkte bei Star Wars X-Wing über eine App und/oder Punkte-Listen in Form von PDFs kommuniziert. So lässt sich aktiv in die Spielbalance eingreifen, wenn eine bestimmte Spielweise zu stark ist. Das kommt der Balance auf jeden Fall zu Gute. Man muss Entwickler Asmodee hier leider ankreiden, dass die hauseigene Punkte-App eingestellt und nicht mehr weiterentwickelt wurde. Es gibt jedoch tolle Alternativen von der Community, die ohnehin einen besseren Job machen. Das hat wohl auch der Entwickler selbst erkannt und spart die Ressourcen künftig ein – der Betriebswirt in mir würde das genauso machen. 😀

#5 "It's Star Wars - nough said!"

Die Tatsache, dass Star Wars X-Wing nun mal Star Wars ist, führe ich in meiner Liste als letzten Grund an. Auch wenn die Fanliebe in den vergangenen Jahren sicher schwere Zeiten durchlebt hat – man denke nur an das Ryan-Johnson-Debakel von Episode VIII – ist die Mär von der Hellen und der Dunklen Seite noch immer eines der bedeutendsten Franchises überhaupt.

Für mich, und mit dieser Meinung stehe ich sicher nicht allein, macht es einfach einen riesen Unterschied, ob ich den Millennium Falcon durch ein Asteroidenfeld steuere oder irgendein profanes, namenloses Raumschiff, dessen Existenz mich abseits des Spiels nie tangiert hat. Die allermeisten Spieler:innen verbinden mit dem Star Wars-Universum so manch schöne Einnerungen, die beim Fliegen der ikonischen Schiffe wieder aufleben.

Rational betrachtet sorgt die Popularität des Franchises auch dafür, dass Star Wars X-Wing noch lange genügend Geld in Kassen des Publishers spült. Das wiederum sichert die Zukunft des Spiels, ein Faktor, der für viele Einsteigerinnen und Einsteiger sicher eine Rolle spielt. Auf ein bereits totes Pferd steigen schließlich die allerwenigsten auf.

Warum spielst du?

Das waren meine 5 Gründe, die Star Wars X-Wing zu einem idealen Einsteiger-Tabletop machen. Mich würden deine Bewegründe interessieren, warum du mit dem Spiel angefangen hast. Lass mir dazu gerne ein Statement in den Kommentaren da.

Mögen die Würfel mit dir sein!

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