The Book of Boba fett Header

Bildquelle: Disney/Lucasfilm

Hallöchen, die erste Folge von „The Book of Boba Fett“, Disneys jüngster Auskopplung im Star-Wars- Universum, läuft bereits auf der hauseigenen Streaming-Plattform Disney+. Wir wären keine waschechten Fans, wenn wir uns nicht auch mit dieser auseinandersetzen und ihr ein paar Zeilen widmen würden. Dazu möchte ich diesen Beitrag nutzen! Wie immer wünsche ich dir viel Spaß beim Lesen.

Inhaltsverzeichnis

Spoilern ich werde

Im Folgenden gehe ich auf den Stoff der ersten Folge von „The Book of Boba Fett“ ein. Wenn du die Serie noch nicht gesehen hast, sie aber sehr weit oben auf deiner Watchlist steht und du nicht gespoilert werden möchtest, solltest du nicht weiterlesen. Danke!

Die ersten 38 Minuten machen Laune

„The Book of Boba Fett“ dürfte das sein, was sich Star-Wars-Fans wünschen. Oder zumindest könnte es das, denn wer kann und will eine Serie schon nach nur einer Episode beurteilen? Ich jedenfalls nicht. Was ich aber sagen kann, ist, dass mir die ersten 38 Minuten in Disneys neuestem Ableger eine ganze Menge Spaß gemacht haben.

„The Mandalorian“ 2.0? Vielleicht.

Das liegt vor allem daran, dass die Serie einen ikonischen Charakter in den Fokus rückt. Auf YouTube gibt es einen Zusammenschnitt mit allen Szenen, in denen Boba Fett vorkommt. Obwohl die Einblendungen der Kinobanner der ersten drei Filme hier und da ein paar Sekunden dazu mogeln, bringt es das Video nicht mal auf sieben Minuten Länge. Trotzdem ist Boba Fett einfach Kult. „The Manadalorian“ Din Djarin musste sich den Weg in mein Fan-Herz dagegen erst freischießen … freibrennen … was Mandalorianer mit ihren ganzen Tötungsgadets halt so machen. Das gelang ihm erst mit der zweiten Staffel. Boba Fett hat dagegen schon eine ganze Menge Vorschusslorbeeren gesammelt. Gespielt wird der Kopfgeldjäger in graugrüner Rüstung von Temuera Morrison. Fun Fact: Dieser mimte in der zweiten Trilogie bereits Jango Fett, den Vater seiner Figur. Im Star-Wars-Universium, wo der Sohn ein Klon seines Vaters ist und aufgrund dieser Tatsache genauso aussieht, funktioniert so was.

Alle Szenen mit Boba Fett innerhalb der klassischen Trilogie füllen keine sieben Minuten.

Ist „The Book of Boba Fett“ allein des Protagonisten wegen mein „The Mandalorian“ 2.0? So weit würde ich vielleicht nicht gehen. Ob die Serie überhaupt die bessere ist, kann man a) zum jetzigen Zeitpunkt ja noch gar nicht beantworten und ist b) auch sehr subjektiv. Allerdings schien mir zumindest die erste Folge eine Schwäche nicht zu besitzen: Bei „The Mandalorian“ Staffel 1 hatte ich oft das Gefühl, die Handlung drehe sich im Kreis. Din nimmt einen Auftrag an und lernt bei dessen Erfüllung jemanden Neues kennen. Man führt die Mission aus und geht danach seiner Wege, ehe beim großen Showdown zum Staffelfinale alle wieder zusammenkommen. Mein Mitbewohner hat das mal sehr treffend kommentiert: „Du kannst in der Mitte eigentlich ein paar Folgen auslassen.“ Ein übles Zeugnis für eine Serie, deren erste Staffel nur acht Episoden besitzt!

Kurzweilig, nostalgisch und viel zu schnell wieder vorbei

Bei „The Book of Boba Fett“ passiert dagegen richtig was. Die Handlung wechselt in etwas mehr als einer halben Stunde mehrfach zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Man erfährt, was mit Boba passiert ist, direkt nachdem er in den Schlund des Sarlacc hineinfiel (Dieses Vieh im Dünenmeer von Tatooine, das seine Mahlzeiten über 1.000 Jahre verdaut, vermutlich unter Einfluss von Sodbrennen). Tatsächlich verläuft seine Geschichte etwas anders als im erweiterten Universum, das von Disney nicht in den Kanon übernommen wurde. Dort wurde Boba Fett von seinem einstigen Erzrivalen Dengar gerettet und gesund gepflegt. In seiner eigenen Serie schafft es der Mandalorianer aber natürlich selbst aus dem Sarlacc-Schlund – alles andere wäre einfach nicht badass und kopfgeldjägermäßig. Dumm nur, dass er danach von Jawas ausgeraubt und von Tusken-Räubern verschleppt wird. Hach, Tusken-Räuber … wenn die jetzt noch mit einem Lichtschwert reihenweise niedergemetzelt werden würden, es würde mir nicht gelingen, die Tränen der Nostalgie zurückzuhalten!

In der Gegenwart macht Boba Fett erste Schritte als neuer Verbrecherlord von Mos Espa, nachdem er Bib Fortuna in Jabbas Palast … nun ja … abgelöst hat. An seiner Seite, wie auch schon bei „The Mandalorian“, steht Fennec Shand, die wieder von Ming-Na Wen gespielt wird. Sie und Temuera Morrison bilden ein gutes Gespann, auch wenn es für die perfekte Buddystory vielleicht noch ein paar schmissigere Dialoge bräuchte. Ein paar der größten Perlen aus Episode 1 habe ich mir spaßeshalber notiert:

Ich bin der Verbrecherlord. Er muss mich bezahlen.“

Sag dem Bürgermeister, ich bin jetzt hier.“

Jabba regierte mit Angst. Ich beabsichtige, mit Respekt zu regieren.“

Jetzt handelt es sich bei Boba Fett bekanntermaßen nicht um den Abraham Lincoln der Galaxis, trotzdem würde ich mir wünschen, dass der etwas steife Mandalorianer noch ein wenig mehr auftaut. Dafür ist die erste Episode aber schlicht und ergreifend zu kurz. Das ist, neben den leicht hölzernen Dialogen, auch mein einziger Makel an Folge 1.

Temuera Morrison in Book of Boba fett
Boba Fett ist kein Mann vieler Worte – und das merkt man auch. Bildquelle: Disney/Lucasfilm

Es kann gerne so weitergehen

Wie viele andere habe ich nach der ersten Folge von „The Book of Boba Fett“ Lust auf mehr bekommen. Man kann gespannt sein, was uns Disney hier noch bis zum 16. Februar wöchentlich serviert – dann wird die achte und letzte Folge der ersten Staffel ausgestrahlt. Dass die Serie unterm Strich ein Erfolg wird, darüber mache ich mir wenig Sorgen. Immerhin zeichnen sich, wie schon bei „The Mandalorian“, Jon Favreau und Dave Filoni als kreative Köpfe verantwortlich für die Story, die sich mittlerweile bestens mit dem Stoff auskennen dürften. Für mich ist die Serie inzwischen ohnehin das Medium der Wahl, wie mit dem Franchise umgegangen werden sollte.

Ich hoffe sehr, dass die Serie noch ein paar spannende Charaktere einführt oder, was vielleicht noch besser wäre, ein paar etablierten Figuren einen Gastauftritt spendiert. Gerade Letzteres macht für mich einen großen Teil des Erfolges der bisherigen Serien-Ableger aus. Welches Szenario könnte besseren Nährboden für authentische Schurken bieten als der Aufstieg eines Verbrecherimperiums im Herzen von Mos Espa, das von Syndikaten, Schmugglern und illegalem Handel regiert wird – und von einem ominösen Bürgermeister, der Boba zumindest in der ersten Folge keinen Tribut zollt und diesen stattdessen von ihm einfordert. Ich werde die erste Staffel ziemlich sicher genaustens verfolgen und hoffe auf ein echtes Spektakel – der Grundstein ist gelegt!

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