Star Wars X-Wing Squadbuilding

Bildquelle: Atomic Mass Games

Bereits in unserem Beitrag zu X-Wing 2.5 hatten wir angedeutet, dass für Star Wars X-Wing eine Reihe neuer Regeln ins Haus stehen. So soll das Standardspiel künftig in Form von Szenarien stattfinden. Das war auch der Grund, warum wir uns beispielsweise mit der Veröffentlichung neuer Guides und Listen zurückgehalten haben – wir wussten nicht, ob dir diese in Zukunft überhaupt eine Hilfe sein werden. Wie Publisher Atomic Mass Games jetzt verlauten ließ, war unsere Vorsicht offenbar berechtigt, denn auch das Squadbuilding des Spiels wird sich maßgeblich verändern. Alles Wissenswerte erfährst du in diesem Beitrag.

Inhaltsverzeichnis

20 Punkte statt 200 – AMG stellt die Listen auf den Kopf

Wer nicht komplett neu im Spiel Star Wars X-Wing angekommen ist, dürfte über das bisherige Squadbuilding hinlänglich Bescheid wissen: Sofern nicht durch Hausregeln anders vereinbart, galt seit jeher ein Punktelimit von 200 Punkten. Bis jetzt! Atomic Mass Games schraubt derzeit offenbar ordentlich am Regelwerk und kippt diese Marke nun: 20 statt den gewohnten 200 Punkten sollen es sein!

Stellt dies das Balancing nicht vollkommen auf den Kopf? Allerdings! Natürlich schränkt euch der Publisher nicht einfach massiv beim Bau eurer Staffeln ein (der nach bisheriger Bewertung mit 20 Punkten kaum möglich wäre, selbst ein einfacher Vulture Class Droide der Separatisten kostet ohne namhafte Pilot:in 21 Punkte). Vielmehr wird eine komplette Neubewertung sämtlicher Schiffe, Pilot:innen und Upgrades stattfinden. Wir dürfen gespannt sein, welche Auswirkungen dies auf das Balancing haben wird. Fakt ist, dass mit einer Reduzierung der Punkte weniger Grundvariabilität zur Verfügung steht. Früher war es eben ein Unterschied, wenn ein Schiff 44 Punkte wert war oder 41, nun werden beide Schiffe wahrscheinlich 4 Punkte wert sein … Als Ausgleich hierzu möchte AMG mit der Verrechnung der Upgrades anders umgehen.

Upgrades werden künftig separiert

Bisher war es so, dass Upgrades in das Limit von 200 Punkten eingerechnet wurden. Nach neuem Regelwerk sollen diese offenbar separiert werden. Jedes Schiff erhält dazu ein eigenes Punktekontingent für Upgrades. Wie viel ein Schiff bekommt, darüber entscheidet wohl die Pilotenfähigkeit. So werden Schiffe mit spielstarken Effekten weniger Upgrades ausrüsten können als vom Effekt her schwache Schiffe.

Aus 2 mach 3

Mit den neuen Regeln für das Star War X-Wing Squadbuilding steigt zudem die Mindestanzahl an Schiffen innerhalb einer Staffel. Dieses hatte bisher bei zwei Schiffen gelegen und wird nun auf drei Modelle angehoben. Die gute alte Dopple Firespray-Liste für Scum und Separatisten ist damit also Geschichte.

An der maximalen Anzahl an Schiffen ändert sich übrigens nichts – sie liegt noch immer bei acht Schiffen pro Flotte.

Sind die Änderungen gut oder schlecht? Ganz ehrlich: Wir wissen es nicht

Wenn man uns fragt, ob sich die neuen Regeln nach unserem Befinden nach gut oder schlecht anfühlen, müssen wir eine adäquate Antwort leider schuldig bleiben. Nach jetzigem Kenntnisstand kann niemand sagen, welche Auswirkungen die Änderungen am Spiel haben werden. Die neuen Punktelisten sind bisher nicht veröffentlicht. Auch nach diesem Moment werden ein paar Wochen ins Land gehen, bis sich über die Veränderungen ein genaues Urteil fällen lässt. Es ist gut möglich, dass gewisse Kombinationen zu stark/zu schwach erscheinen und nachjustiert werden müssen.

Nach jetzigem Stand sind unsere Gefühle allerdings gemischt, denn es könnte sein, dass der wohl größte Kniff des neuen Squadbuildings, nach unserer Meinung ist dies das separate Upgrade-Kontingent, nicht funktioniert. Auf dem Papier erscheint die Idee gut, dass schwache Schiffe aus Balance-Gründen mehr Upgrades mitführen dürfen. Im aktuellen Metagame kommt diese Möglichkeit allerdings nicht zum Tragen: Eine Schwarmliste spielt viele Schiffe mit wenig bis gar keinen Upgrades. Diese haben einfach nicht genug Impact, um aus einem an sich schwachen Schiff für sich genommen eine Gefahr zu machen. Vielleicht verändert das neue Regelwerk die Schwarmlisten aber derart, dass diese zu Listen mit vielen Schiffen und vielen Upgrades werden. Wie gesagt, wir wissen es nicht, denkabr wäre dies aber zumindest.

Angesichts der vielen Neuerungen darf einige Skepsis angebracht sein, einfach weil sie in Summe nach Aktionismus wirken. Ist X-Wing so schlecht, dass es so viele Änderungen wirklich braucht? Wir glauben, dass das nicht der Grund ist. Vielmehr möchte AMG das Spiel wohl nach seinen Vorstellungen umgestalten – wenn nötig mit dem Vorschlaghammer.

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Autorenfoto Feyden

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